Mit Release 1.3.0 schaffen wir eine wichtige technologische Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Produkts. Wir erweitern die Projektorganisation um eine Ordnerstruktur und eine neue Listenansicht für noch mehr Übersichtlichkeit. Gleichzeitig wurden zentrale Berechnungslogiken grundlegend optimiert, insbesondere im Bereich Rückkühlwerke in Verbindung mit der Feuchtkugeltemperatur. Ergänzt durch verbesserte Diagrammdarstellungen, einer neuen Ansicht des Blockschaltbildes, flexiblen Begrenzungen der Vollbenutzungsstunden und der Jahresarbeitszahl sowie zahlreiche Detailverbesserungen sorgt das Release 1.3.0 für mehr Transparenz, Genauigkeit und Effizienz in der Arbeit an euren Energiekonzepten.
Außerdem wurde der Login-Bereich überarbeitet und ist nun unter einer neuen URL erreichbar. Zu finden wie gewohnt über unsere Webseite. Gespeicherte Lesezeichen sollten gegebenenfalls aktualisiert werden.
Grundstein für die nächste Weiterentwicklung
Mit dem Release 1.3.0 beginnen wir den Übergang zu einer neuen technologischen Grundlage unseres Produkts. Ein Teil der in diesem Release enthaltenen Änderungen betrifft die technische Infrastruktur und interne Systemkomponenten. Diese Anpassungen bereiten unsere Plattform darauf vor, zukünftige Funktionen, insbesondere im Bereich der Kartenintegration und Netzberechnung, nahtlos zu integrieren.
Auch wenn viele dieser Änderungen im Hintergrund stattfinden, bilden sie die Basis für die nächsten Entwicklungsschritte unseres Produkts.
Ordnerstruktur bei den Projekten
Ab sofort kannst du deine Projekte in Ordnern organisieren. Das ermöglicht besonders bei umfangreichen Projektbeständen eine bessere Übersicht.
Außerdem kannst du jetzt direkt in der Gesamtübersicht deine Projekte umbenennen, duplizieren, verschieben oder löschen.
Neue Projekte kannst du direkt in den entsprechenden Ordnern anlegen.
Listenansicht deiner Projekte
Neben der bestehenden Kachelansicht steht nun eine zusätzliche, übersichtliche Listenansicht für alle Projekte zur Verfügung. Diese ermöglicht eine kompaktere Darstellung, schnellere Orientierung und eine effizientere Verwaltung, insbesondere bei großen Projektmengen.
Feuchtkugeltemperatur
Für die optimierte Berechnung der Rückkühlwerke wird die Feuchtkugeltemperatur in den standortbezogenen Wetterdaten ergänzt. Dadurch entstehen präzisere Berechnungen, genauere Leistungswerte und eine insgesamt realistischere Abbildung des Rückkühlverhaltens.
Die Feuchtkugeltemperatur wird dynamisch in Abhängigkeit von der Lufttemperatur und der relativen Feuchte berechnet und ist in den Wetterdaten der Liegenschaft einsehbar.
Rückkühlwerk
Der bisherige bilanzielle Ansatz zur Berechnung von Rückkühlwerken wurde grundlegend überarbeitet und deutlich verbessert. Es fließen nun mehrere technische Parameter in die Berechnung ein, wodurch die Abbildung der Rückkühlwerke deutlich realistischer und dynamischer wird.
- Die Kühlkreistemperatur wird abhängig von der Art des Rückkühlers ermittelt. Sie reagiert dynamisch auf die Feuchtkugeltemperatur und beeinflusst somit direkt den Wirkungsgrad der Kältemaschinen. Dadurch wird die Leistungsdarstellung im Gesamtsystem deutlich präziser.
- Rückkühlwerke unterscheiden sich nun klar in ihrem effizienzabhängigen Betriebsverhalten. Der Wirkungsgrad wird je nach Art des Rückkühlers zusätzlich über eine Interpolation zwischen Feuchtkugel- und Außentemperatur berechnet, wodurch die Leistungsdarstellung realitätsnah dynamisiert wird.
- Auch der Wasserverbrauch von Rückkühlwerken wird nun berücksichtigt und erhöht damit die Transparenz in Bezug auf Betriebsmittel und den Gesamtressourcenbedarf.
Die neuen Berechnungslogiken wirken sich auf die Modellierung von Dunsttürmen, Trockenkühlern und Hybridkühlern aus – sowohl in der Variante der direkten Kühlung als auch in Kombination mit einer luftgekühlten Kältemaschine. Dadurch werden Kühlkonzepte in allen Varianten deutlich genauer und realitätsnäher abgebildet.
Geothermie
Die Grundlagen zur Berechnung des Leistungsertrag der Geothermie haben wir ebenfalls überarbeitet. Die Frage danach wie viel Erdwärme aus dem Erdreich entnommen werden kann, wird nun durch die Auslegungs- und Nutzungsgrenzen mittels der maximalen Entzugsleistung und Entzugsarbeit präzisiert.
Vollbenutzungsstunden und Jahresarbeitszahl
Bei Energiesystemen können nun die Vollbenutzungsstunden sowie die Jahresarbeitszahl (JAZ) gezielt mit Minimal- und Maximalwerten begrenzt werden. Damit lassen sich diese Kennwerte flexibel eingrenzen, um realistische Betriebsbedingungen und projektspezifische Anforderungen präzise abzubilden.
Die Vollbenutzungsstunden sind eine zentrale Kenngröße zur Bewertung der Auslastung und Wirtschaftlichkeit von Anlagen. Sie zeigen, wie viele Stunden eine Anlage mit Nennleistung laufen müsste, um die tatsächlich erzeugte Energiemenge bereitzustellen.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt insbesondere bei Wärmepumpen das Verhältnis von abgegebener Nutzenergie zur eingesetzten Antriebsenergie über ein Jahr hinweg und ist damit ein wichtiger Effizienzindikator.
Durch die Möglichkeit, Minimal- und Maximalwerte zu definieren, können Energiesysteme im Rahmen von Energiekonzepten gezielt optimiert, regulatorische Anforderungen berücksichtigt und technisch sinnvolle Betriebsbereiche sichergestellt werden.
Zu finden sind die Beschränkungsfelder bei den Auslegungs- und Nutzungsgrenzen der Energie- und Übergabesystemen.
Neue Darstellung des Blockschaltbildes
Das Blockschaltbild wird nach dem Öffnen nicht mehr über der Eingabemaske der Varianten geöffnet. Stattdessen erscheint es nun in einer geteilten Bildschirmansicht (Split-Screen-Modus) direkt neben der gewählten Variante. Die gleichzeitige Ansicht ermöglicht eine bessere Übersicht und eine effiziente Überarbeitung der Variante.
Nach Beendigung dieser Ansicht, sind alle anderen Varianten wieder sichtbar.
Hinweis: In der Split-Screen-Ansicht wird das Blockschaltbild parallel zur ausgewählten Variante angezeigt. Änderungen der Attribute wie z. B. Preise oder Limits sowie die An- und Abwahl von Energiesystemen beziehen sich nur auf die gewählte Variante. Anpassungen, die in der Grundkonfiguration eines Systems (hier im Bild im mittleren Teil) vorgenommen werden, wie z. B. Änderungen von In- und Outputs oder des Dimensionierungstyps, wirken sich variantenübergreifend aus – unabhängig davon, welche Variante im Split-Screen gerade aktiv angezeigt wird.
Darstellung von Abhängigkeiten in den Diagrammen
Wir haben die Diagramme in der Auswertung weiter optimiert. In Diagrammen, in denen die Außentemperatur eine Rolle spielt, wird nun zusätzlich die entsprechende Außentemperatur-Kurve angezeigt.
Beispielsweise lässt sich bei einer Wärmepumpe direkt im Diagramm erkennen, wie sich die Leistung in Abhängigkeit von der Außentemperatur verändert und in welchem Zusammenhang dies mit dem COP steht. Dadurch wird der temperaturabhängige Verlauf unmittelbar im richtigen Kontext sichtbar.
Die zusätzliche Darstellung erhöht die Transparenz und verbessert die Nachvollziehbarkeit temperaturabhängiger Ergebnisse deutlich.
Detailliertere Fehlermeldungen bei Infeasible Ubound
Die Nachvollziehbarkeit der Fehlermeldung „Infeasible Ubound“ wurde verbessert.
Der Fehler tritt auf, wenn eine maximale Grenze (Upper Bound) aufgrund anderer definierter Bedingungen nicht eingehalten werden kann und dadurch keine zulässige Lösung existiert.
Diese Fehlermeldung wurde erweitert und enthält nun zusätzliche Informationen darüber:
- in welcher Variante der Fehler auftritt --> "scenarioName"
- welche Bedingungen zu dem Konflikt führen --> "failed_side_conditions"
Dadurch lässt sich schneller erkennen, welche Einschränkungen dazu führen, dass eine maximale Bedingung nicht erfüllt werden kann und warum in dieser Variante keine gültige Lösung berechnen kann.
Neue Login URL
Außerdem wurde der Login-Bereich überarbeitet und ist nun unter einer neuen URL erreichbar. Zu finden wie gewohnt über unsere Webseite. Gespeicherte Lesezeichen sollten gegebenenfalls aktualisiert werden.
Viele kleinere Verbesserung & Bug Fixes
Wie immer haben wir darüber hinaus auch zahlreiche kleinere Optimierungen und Fehlerkorrekturen vorgenommen. Unter anderem im Login-Bereich sowie bei der allgemeinen Systemperformanz, dass für einen insgesamt runderen und spürbar verbesserten Ablauf sorgt.
Dazu zählt auch, dass wir für eine klarere Bearbeitung der Varianten die Kategorien
- Endenergien aus externen Netzen
- Lokale Umweltenergien am Standort
zu “Endenergien” zusammengefasst haben. Und
- Lokale Umweltenergieeinbindungen
- Übergabestationen externe Netze
zu “Übergabestationen” gebündelt haben.
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