Das ist neu in berta & rudi 2.0-Beta
Mit Release 2.0-Beta erweitern wir berta & rudi um drei zentrale Neuerungen. Bei der Anlage eines neuen Projekts kannst du ab sofort wählen, ob du in der bewährten Version 1.4 oder in der neuen Beta-Version mit allen Neuheiten startest. Die Beta-Version bringt eine neue Kartenintegration, eine überarbeitete Variantenbearbeitung und, als Herzstück dieses Releases, die automatisierte Wärmenetzberechnung. Für die Beta-Phase sind Projekte zunächst auf 50 Gebäude begrenzt. Alle Neuerungen im Detail findest du nachstehend.
Liegenschaft direkt auf der Karte erfassen
Mit Release 2.0-Beta führen wir ein neues Feature ein: die Kartenintegration. Bei der Anlage einer Liegenschaft kannst du ab sofort optional die Liegenschaftsgrenze direkt auf der Karte einzeichnen, zusätzlich zur gewohnten Festlegung des Standorts für die Wetterdaten.
Wird die Liegenschaft auf der Karte verortet, rufen berta & rudi auf der nächsten Seite automatisch die dort bereits vorhandenen Gebäude aus den OpenStreetMap-Daten ab und legen sie direkt als Gebäude im Projekt an. Das spart gerade bei Liegenschaften mit vielen Gebäuden spürbar Zeit. Zudem legt die Verortung auf der Karte die Grundlage dafür, künftig eine Wärmenetzberechnung für die Liegenschaft zu starten.
Möchtest du die Kartenintegration nicht nutzen, kannst du wie gewohnt ohne Verortung fortfahren und Gebäude manuell anlegen. Unabhängig vom gewählten Weg lassen sich Gebäude auf der zweiten Seite weiterhin bearbeiten: in Gruppen verschieben, neue hinzufügen oder überflüssige löschen, inklusive der bekannten Kerndaten wie Gebäudetyp, Effizienzklasse und Fläche.
Was bringt dir das in der Praxis?
- Liegenschaften optional direkt visuell auf der Karte erfassen, statt nur Standort und Adresse anzugeben.
- Bestehende Gebäude automatisch aus OpenStreetMap übernehmen, statt sie einzeln anzulegen.
- Grundlage für eine künftige Wärmenetzberechnung der Liegenschaft schaffen.
Farbschemata für Gebäude in der Kartenansicht
Bei der Bearbeitung der Gebäude lässt sich die Kartenansicht mit verschiedenen Farbschemata einfärben. So werden zum Beispiel die unterschiedlichen Gebäudetypen auf einen Blick visuell unterscheidbar, auch Fläche und Gebäudegruppen lassen sich farblich in der Karte darstellen.
Besonders nützlich ist das Farbschema für Energiebedarfe: Du lässt dir den spezifischen Energiebedarf der Gebäude direkt in der Karte anzeigen und bekommst so auf einen Blick ein gutes Gefühl für Wärme-, Kälte- und Strombedarf sowie für weitere Energiebedarfe. Statt Tabellen und Einzelwerte zu vergleichen, siehst du die Verteilung räumlich auf der Liegenschaft und erkennst Muster und Auffälligkeiten deutlich schneller.
Vorkonfiguration der Varianten
Vor der eigentlichen Bearbeitung der Varianten und Energiekonzepte gibt es jetzt einen neuen Zwischenschritt: die Vorkonfiguration der Varianten. Hier legst du deine verschiedenen Varianten an, bestimmst das jeweilige Optimierungsziel und wählst als Ausgangsbasis vorkonfigurierte Energiekonzepte, also fertige Zusammenstellungen von Energiesystemen.
Die Vorkonfiguration kannst du auf zwei Ebenen vornehmen: zum einen auf Gruppenebene für die einzelnen Gebäude sowie zentral für die Liegenschaft, indem du eine Energiezentrale mit vorkonfigurierten Energiesystemen anlegst. Wurde eine Energiezentrale gewählt, lässt sich zusätzlich das passende Netz hinzufügen.
Wie gewohnt bleibst du dabei flexibel: Die in der Vorkonfiguration gesetzten Energiesysteme lassen sich in der eigentlichen Variantenbearbeitung jederzeit weiter anpassen und verändern. Auch die bewährte Option der „Freien Optimierung“ steht dir weiterhin wie gewohnt zur Verfügung.
Was bringt dir das in der Praxis?
- Varianten, Optimierungsziel und Energiekonzepte bereits vor der Detailbearbeitung strukturiert vorbereiten.
- Vorkonfiguration auf Gruppenebene und für die Energiezentrale vornehmen.
- Bei Energiezentralen direkt das passende Netz ergänzen.
- Volle Flexibilität: Vorkonfigurierte Energiesysteme in der Variantenbearbeitung jederzeit anpassen.
Variantenbearbeitung neu strukturiert: vier Ebenen für mehr Übersicht
Die Variantenbearbeitung wurde grundlegend neu strukturiert und gliedert sich jetzt in vier Überkategorien: Gebäudegruppe, Netze/Verbundenergien, Energiezentralen und Endenergien. Die Endenergien stehen dabei wie gewohnt dem gesamten Projekt zur Verfügung und lassen sich über das Energieformular anpassen.
Innerhalb der Gebäudegruppe kannst du die Gebäude einzeln betrachten. Jedes Gebäude versorgt seine Verbraucher über Übergabestationen und Energiesysteme. Im Energiesystem selbst konfigurierst du das Energiekonzept im Detail: zusammengesetzt aus Erzeugern, Speichern, internen Netzkopplungen und Hilfsenergien.
Die Energiezentrale ist gleich aufgebaut wie ein Gebäude, versorgt am Ende jedoch keine Verbraucher, sondern speist in die Netze ein. Diese Netzeinspeisung wird über die Netze bzw. Verbundenergien abgebildet.
Am übersichtlichsten visualisierst du diese unterschiedlichen Ebenen im Blockschaltbild: Auf der obersten Ebene siehst du die Energieflüsse der End- und Verbundenergien in die Energiezentrale und die Gebäude. Per Doppelklick auf einen Block, etwa ein Gebäude, zoomst du direkt in dieses System hinein und siehst Erzeuger, Speicher und interne Netzkopplungen mitsamt den verbindenden Energieströmen.
Automatisierte Wärmenetzberechnung
Die automatisierte Wärmenetzberechnung ist das Highlight dieses Releases und macht Wärmenetzplanung erstmals direkt in berta & rudi möglich. Ab sofort lässt sich eine Verbundenergie zusätzlich als Netz kennzeichnen und mit einer eigenen Netztopologie verbinden. Dafür startest du die geführte Netzerstellung direkt aus der Variantenbearbeitung heraus.
Es öffnet sich ein Dialog mit der Kartenansicht, in der du die Gebäude siehst, die an das Netz angeschlossen werden können. Einzelne Gebäude kannst du gezielt ab- oder anwählen, je nachdem, ob sie an das Netz angeschlossen werden sollen oder nicht. Zusätzlich zeichnest du die Energiezentrale direkt auf der Karte ein.
Sobald die Energiezentrale gezeichnet ist, kann für die Liegenschaft automatisch ein Netz erzeugt werden. Wer es lieber selbst in der Hand hat, kann die Trassen auch manuell zeichnen oder die automatisch erzeugten Trassen anpassen.
Liegt ein fertiges Netz vor, kannst du eine Dimensionierung und Verlustrechnung starten. Als Ergebnis erhältst du die zentralen Kennwerte der Wärmenetzberechnung: Kosten für das Wärmenetz, Verluste, Trassenlänge und Anschlussquote. Die fertigen Ergebnisse lädst du anschließend zurück in die gewohnte Ansicht und rechnest mit ihnen direkt in deinen Varianten weiter.
Was bringt dir das in der Praxis?
- Wärmenetze direkt aus der Variantenbearbeitung heraus planen, statt separate Berechnungen außerhalb des Tools durchzuführen.
- Netztrassen wahlweise automatisch erzeugen lassen oder manuell zeichnen bzw. anpassen.
- Zentrale Kennwerte wie Kosten, Verluste, Trassenlänge und Anschlussquote auf einen Blick erhalten.
- Ergebnisse der Wärmenetzberechnung direkt in die Varianten übernehmen und weiterrechnen.
Auswertungsseite überarbeitet: gebäudescharfe Sankey-Diagramme und finales Blockschaltbild
Die Auswertungsseite wurde komplett überarbeitet. Die Ergebnisse lassen sich jetzt sowohl auf Liegenschaftsebene als auch für einzelne Einheiten betrachten, also für die Energiezentrale oder für die einzelnen Gebäude der Gebäudegruppen. Auf Gebäudeebene bekommst du gebäudescharfe Sankey-Diagramme, die die Energieflüsse des Gebäudes darstellen. Auf Liegenschaftsebene steht dir das Sankey-Diagramm übergeordnet für die gesamte Liegenschaft zur Verfügung.
Zusätzlich gibt es das fertige Energiekonzept jetzt auch im Blockschaltbild auf der Auswertungsseite. Während du in der Variantenbearbeitung im Blockschaltbild noch alle Konfigurationsmöglichkeiten siehst, zeigt dir die Auswertungsseite das finale, tatsächlich berechnete Energiesystem im Blockschaltbild.
Und viele weitere Neuerungen
Neben den großen neuen Features haben wir auch an vielen kleinen Stellen nachgeschärft, die euren Arbeitsalltag mit berta & rudi verbessern:
- Auswahl der Referenzgröße und die damit verbundene Kostendegression, dafür wurde das Erzeugerformular entsprechend umgebaut.
- Export steht jetzt als SQLite-Datei zur Verfügung. Durch das binäre, strukturierte Format lassen sich die Ergebnisse deutlich besser weiterverwenden, etwa durch einfacheres Einlesen und einen geringeren Speicherbedarf durch die Komprimierung.
- Ein zweiter Header ermöglicht die direkte Navigation zwischen Karte, Blockschaltbild und Varianten sowie über die Breadcrumb.
Die Version 2.0-Beta ist ab sofort verfügbar. Probiere die neuen Features direkt aus und gib uns dein Feedback.
Hinweis: Da es sich um eine Beta-Version handelt, können an einzelnen Stellen noch kleinere Ungereimtheiten auftreten.
Dein berta & rudi Team
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